BUBLA18-FINALIST: BUECHERKAFFEE

45 Blogs stehen im Finale des Buchblog-Awards 2018! Hier stellen wir Euch Alexandra vor, die mit ihrem im Team betriebenen Blog BuecherKaffee in der Kategorie Literatur dabei ist.

Kurzvorstellung

Name: Alexandra Stiller
Blog/Kanal: BuecherKaffee
Nominiert in der Kategorie: Literatur

Bloggt seit: Oktober 2011
Social-Media-Kanäle zum Blog: Instagram, Facebook, Twitter
Liest am liebsten: querbeet, bevorzugt aber Gegenwartsliteratur

Das BücherKaffee-Team
Das BücherKaffee-Team

Fragerunde

Warum muss über Bücher gebloggt werden?

„Müssen“ klingt so hart. Ich WILL über Bücher bloggen, weil ich meine Leseerfahrungen weitertragen, andere damit anstecken und begeistern möchte.

Wenn ich dann Kommentare oder Emails von Leser*innen bekomme, die aufgrund meiner Empfehlung und Begeisterung den Buchladen aufgesucht, das Buch gekauft und gelesen haben – dann weiß ich jedes mal aufs Neue, warum über Bücher gebloggt werden MUSS…

Was ist für Dich das Schönste am Bloggen? Und nervt auch mal was?

Die Freiheit, über meine Leidenschaft zu schreiben, wie und wann ich es möchte. Ich muss mich an keine Vorgaben halten, sondern kann mich frei entfalten, ausprobieren, experimentieren, dabei selbst immer wieder Neues lernen und mich selbst herausfordern. Das „Wollen“ steht im Vordergrund, nie das „Müssen“. Genau das erhält die Leidenschaft und bestenfalls überträgt sich eben diese dann auf die Leser*innen. Resultat: Ein wundervoller Austausch entsteht! So viele wertvolle und tief gehende Gespräche entwickeln sich daraus. Aus dem Austausch werden erste Begegnungen. Aus den Begegnungen werden Freundschaften und diese Freundschaften sind das Schönste und Wertvollste, was ich persönlich aus dem Bloggen mitnehme und nicht mehr missen möchte.

Natürlich gibt es hier und da Reibungspunkte – und manche nerven in der Tat. So zum Beispiel die immer wieder aufkeimende Debatte Feuilleton vs. Blogger. In meinen Augen völlig unnötig, schon aufgrund der zahlreichen Wiederholungen. Ich würde mir gerne mehr gegenseitigen Respekt wünschen. Es ist genügend Platz für alle da und gerade die so unterschiedlichen Formen der Literaturkritik sorgen für eine noch größere Vielfalt und Abwechslung.

Ansonsten plädiere ich sehr gerne für mehr Gelassenheit und Ruhe – und vor allem für ein neidloses Miteinander.

Wo informierst du Dich selbst über neue Bücher?

Ich folge gezielt einigen Blogs und natürlich ist Instagram eine Plattform, die mich ständig inspiriert. Auch das Feuilleton schätze ich sehr und Büchermagazine lese ich schon durch ein Abo regelmäßig. So sammle ich Ideen und finde Anregungen. Wenn mich ein Buch dann näher interessiert, dann wende ich mich aber in der Tat direkt an Personen, deren Lesegeschmack ich sehr gut vertrauen kann, vor allem an die Buchhänder meines Vertrauens.

Was macht Deinen Blog besonders?

Jeder Blog ist auf seine Weise Besonders, da aufgrund des oben genanten Freiraums so viel Individualität entsteht. Was ich für das BücherKaffee als Besonders erachte, ist die bunte Vielfalt und der Blick in verschiedene Genres.

Markus Kufner, Wolfgang Brandner, Susan Naschke, Florian Valerius, Corinna Klein, Sebastian Herz und Gitta Zylenas – sie alle tragen auf ihre Weise dazu bei, dass das Bücherkaffee lebendig und bunt bleibt – online wie auch offline! So haben wir in unserer Region auch einen monatlichen offenen „Books & Friends“ Stammtisch gegründet, zu dem jede Leser*in immer herzlich gerne eingeladen ist.  Auch Wohnzimmerlesungen standen schon des Öfteren auf dem Programm. Wir besprechen auch nicht nur die Neuheiten auf dem Buchmarkt, sondern werfen immer wieder mit Begeisterung einen Blick auf die Backlist und bringen besondere Buchperlen wieder ins Gespräch.

Wer sollte Deinem Blog folgen?

Alle, die sich gerne inspirieren lassen.

Welche aktuellen Trends/Tendenzen in der Buchblog-Welt findest Du spannend?

Die Buchblog-Welt ist in ständiger Bewegung. Wenn ich an die Anfänge meines Bloggens zurück denke und vergleiche, hat sich so vieles verändert. Bookstagram ist ein starker Trend, der mittlerweile gut Fuss gefasst und sich etabliert hat. Ich mag diese Community auf Instagram sehr gerne und verbinde mittlerweile selbst #Bookstagram mit dem klassischen Bloggen. Ich bin selbst sehr gespannt, wie sich dieser Trend noch weiter entwickeln und ausbauen wird. Auch die Podcasts sind immer weiter auf dem Vormarsch und ich finde diese Vielfalt großartig. Auch wenn ich selbst kaum Booktube-Videos anschaue, weil es nicht mein persönliches Medium ist – so hat sich aber auch hier eine riesige Community gebildet, die sich mit dem Thema Bücher beschäftigt. Und ist es nicht genau das, was wir alle wollen? Für das Lesen begeistern!

Was war Dein schönstes Buch-Erlebnis?

In den letzten sieben Bloggerjahren sind mir so viele schöne Dinge widerfahren, dass es mir schwer fällt, hier das schönste Erlebnis herauszupicken. Alle haben ihren ganz eigenen, besonderen Wert. Ein emotionaler Leserkommentar, der tief berührte. Begegnungen, die sich einprägten. Freundschaften, die entstanden. Ein Buchgeschenk, dass mich zu Tränen rührte …
Ein ganz besonderes Erlebnis in diesem Jahr war jedoch die Reise nach Georgien, die ich mit einigen Bloggerkolleg*innen antreten durfte. In dieser Zeit, die wir in und um Tiflis verbrachten, bekamen wir einen intensiven und äußerst interessanten Einblick in die Kultur und Literatur des Landes. In vier Tagen kann man Vieles natürlich nur streifen – und dennoch haben sich die gewonnenen Eindrücke tief verankert. Uns schlug so viel Herzlichkeit und Offenheit entgegen und die Gespräche mit den Autor*Innen weckten ein starkes Interesse auf die georgische Literatur. Ich bin sehr, sehr dankbar um diese Erfahrung, sie hat mich sehr bereichert und inspiriert. Ich habe schon mit Begeisterung begonnen, die ersten georgischen Titel zu lesen und schwelge in Erinnerungen an dieses schöne Land.

Vielen Dank für das Interview! Wir drücken die Daumen!

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