BUBLA18-FINALIST: RECENSIO ONLINE

45 Blogs stehen im Finale des Buchblog-Awards 2018! Hier stellen wir Euch Juliette vor, die mit ihrem Blog Recensio Online in der Kategorie Krimi und Thriller nominiert ist.

Kurzvorstellung

Name: Juliette Manuela Braatz
Blog: Recensio Online
Nominiert in der Kategorie: Krimi & Thriller

Bloggt seit: Mai 2015, mit anderthalb Jahren Pause dazwischen. Seit etwa einem halben Jahr bin ich circa wieder aktiv.
Social-Media-Kanäle zum Blog: Facebook
Liest am liebsten: Krimis und Thriller

Fragerunde

Warum muss über Bücher gebloggt werden?

Warum müssen Bücher gelesen werden? Weil es wichtig ist. Bücher sind Kulturgüter, sie informieren, lehren, unterhalten, beflügeln und lassen einen Dinge erleben, zu denen man im wirklichen Leben vielleicht nicht in der Lage wäre. Nun stelle man sich vor, man findet ein Buch, das einen nachhaltig beeindruckt und vielleicht sogar verändert … was für eine Schande wäre es, nicht auf dieses Werk aufmerksam zu machen, damit auch Andere es lesen dürfen? Oder das Gegenteil: Man liest ein Buch, das sich als pure Zeitverschwendung entpuppt, und möchte Andere davor “warnen”. Natürlich subjektiv betrachtet. Außerdem hilft jeder Leseeindruck und jede Rezension den Autorinnen und Autoren dabei, ihre Reichweite zu erhöhen und mehr Leserinnen und Leser anzusprechen.

Was ist für Dich das Schönste am Bloggen? Und nervt auch mal was?

Es ist überflüssig zu erwähnen, dass ich Bücher und das Lesen liebe. Meine Leidenschaft gehört den Kriminal- und Spannungsromanen sowie den Thrillern. Oft bleibt das Gelesene noch eine Weile in meinem Kopf hängen und dann möchte ich mich mit der Community darüber austauschen. Das ist spannend, weil der Großteil meiner Leserinnen und Leser ebenfalls diese Genres favorisiert, die Geschmäcker dennoch ganz unterschiedlich sein können. Es gibt mir ein gutes Gefühl, wenn ich eine Empfehlung ausspreche und man mir einige Tage später das Cover unter die Nase hält: “Guck mal, habe ich mir jetzt auch gekauft!”
Für mich steht das Wir-Gefühl immer an erster Stelle und daher ist meine Nerv-Schwelle ziemlich weit oben. So schnell bringt mich nichts aus der Ruhe. Klar, auch ich habe meine Erfahrungen machen müssen, die unschön waren, aber im Großen und Ganzen weiß ich, wofür ich all dies tue, und da nimmt man gern mal Unerfreuliches in Kauf. Konkurrenzdenken zum Beispiel ist etwas, was ziemlich nervt und vieles kaputt macht. Mich muss nicht jeder mögen, ich mag auch nicht jeden. Dennoch kann man vernünftig miteinander umgehen. Auch finde ich Anfragen von Autorinnen und Autoren eher abschreckend, die mir ihre Bücher regelrecht aufzwingen mit den Worten: “Das musst du unbedingt lesen! Kauf dir am besten gleich all meine Titel. Du wirst es nicht bereuen!” Nein, danke.

Wo informierst du Dich selbst über neue Bücher?

Ich verfolge andere Blogs, Autorenprofile, lasse mich von meiner Buchhändlerin vor Ort beraten, schaue aber auch bei Amazon, Thalia und Co. unter Neuerscheinungen nach, was es aktuell oder demnächst gibt. Facebookgruppen und -seiten sind natürlich ebenso Anlaufstellen.

Was macht Deinen Blog besonders?

Recensio Online versteht sich nicht als klassischer Blog, sondern vielmehr als Community. Neben Rezensionen, Interviews und Buchempfehlungen gibt es außerdem Lese- und Wanderbuchrunden, Rätsel, Verlosungen, Diskussionsrunden, Talk-Abende sowie verschiedene Aktionen rund um das Thema Lesen. Oft helfen sich die Leserinnen und Leser untereinander, indem sie zum Beispiel Bücher kaufen und diese zur Verfügung stellen. Das Wir-Gefühl wird gefördert und macht diesen Blog im Wesentlichen aus. Unterstützt werde ich dabei von befreundeten AutorInnen und LeserInnen sowie von meinen fünf Mädels im Team, die sich zum Beispiel um die Wanderbuchrunden kümmern und kreative Ideen einbringen.

Wer sollte Deinem Blog folgen?

Leserinnen und Leser, die gern Teil einer Gemeinschaft sein möchten, die über den klassischen Blog hinaus geht.

Welche aktuellen Trends/Tendenzen in der Buchblog-Welt findest Du spannend?

Generell finde ich alles spannend, was mit Büchern zu tun hat. Ob es nun Booktuber, Bookgrammer, Verlage, LektorInnen, KorrektorInnen, AutorInnen oder LeserInnen sind: Jeder hat etwas Interessantes zu erzählen. Ich schaue auch gern hinter die Kulissen, möchte wissen, wie was funktioniert. Zum Beispiel wie ein Buch gedruckt wird. Ich denke, dass das auch eine Art Trend ist. Die Leserschaft setzt sich immer mehr damit auseinander, wie etwas entsteht und was es kostet. Gerade in der heutigen Zeit, wo so viel zwischen gedruckten und elektronischen Büchern verglichen wird, ist es wichtig zu wissen, worin die Vor- und Nachteile bestehen und wo die eigenen Vorlieben liegen. Zudem merke ich, dass immer mehr LeserInnen dazu tendieren, einen eigenen Blog aufzuziehen. Das ist ein guter und wichtiger Schritt, wie ich finde. Je mehr qualitativ gute Plattformen für und mit Rezensionen es gibt, desto höher die Reichweite für Verlage und AutorInnen. Darüber hinaus bietet es mehr Möglichkeiten innerhalb der Community, da es quasi noch jemanden gibt, mit dem man spannende Aktionen durchführen kann.

Was war Dein schönstes Buch-Erlebnis?

Ich erwähnte oben bereits meine anderthalbjährige Pause, die ich eher zufällig und ungeplant beendete. Nach einer langen, langen Zeit saß ich vor meinem Computer, klickte durch die unzähligen buchbezogenen Seiten und blieb bei einer hängen, die Leserunden anbietet. Primär ging es mir darum zu erfahren, welche aktuellen Bücher es gibt und in welche Richtung die Hypes gehen. Also las ich verschiedene Klappentexte und Leseproben, bis ich bei einem Buch hängen blieb: “Unter pechschwarzen Sternen” von Gereon Krantz. Ich bewarb mich dafür und wurde als Mitleserin ausgewählt. Der Debüt-Krimi war dann – und das war das I-Tüpfelchen – wirklich so gut, dass meine Blog-Geister wieder geweckt wurden. Ich habe frisches Blut geleckt, wenn man es so formulieren möchte. Ich schrieb den Autor an, zeigte ihm meine Rezension, wir führten ein Interview, es gab eine Verlosung und, ja … mittlerweile sind wir Freunde geworden. Bei allem, was bei uns passiert, freut sich der andere wahnsinnig mit. Da ist eine Verbindung entstanden, die es nicht oft gibt. (Ich habe sogar ihm zuliebe seine unter Pseudonym veröffentlichte Liebeskomödie gelesen … das hat schon was zu bedeuten.)

Vielen Dank für das Interview! Wir drücken die Daumen!

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