BUBLA20-FINALIST: KULTURKISTE

20 Blogs haben es geschafft – sie stehen im Finale des Buchblog-Awards 2020! Bevor die Jury am 18. Oktober 2020 die Gewinner*innen in den Kategorien Bester Buchblog und Bester Newcomer verkündet, stellen wir Euch die Finalist*innen vor. Hier beantwortet Matthias von der Kulturkiste unsere Fragen.

Kurzvorstellung & Speed-Fragerunde

Mein Name: Matthias Sobottka
Mein Kanal: @kulturkiste_literatur_und_mehr
Ich bin nominiert in der Kategorie: Bester Newcomer

Hier bin ich auch zu finden: Facebook
Ich blogge seit: September 2019
Ich lese am liebsten: Belletristik. Gesellschaftsromane, Krimis/Thriller, die inhaltlich mehr zu bieten haben als die reine Verbrecherjagd, historische Romane.

Dieses Buch liegt gerade auf meinem Nachttisch: „Der unsichtbare Mann“ von Ralph Ellison.
Dieses Buch empfehle ich momentan jedem: „Offene See“ von Benjamin Myers.
Diesen Buchcharakter würde ich gerne einmal treffen: Den Glücksdrachen Fuchur aus „Die unendliche Geschichte“ – mit einem gemeinsamen Flug über Phantasien.
Das sind meine Lieblingsverlage: Suhrkamp, Hanser, Dumont, Diogenes, Aufbau, Ankerherz.
Hier kaufe ich meine Bücher am liebsten: Grundsätzlich im lokalen Buchhandel. Am liebsten bei Lünebuch (Lüneburg), Buchbox, Lesen und lesen lassen (beide Berlin Friedrichshain).
Dieser Buchblog/Buchkanal ist mein persönlicher Favorit: Frank.Menden, aufklappenliteraturkritik

Das Interview

Wie bist Du zum Buchbloggen gekommen und wie hat sich Dein Buchkanal mit der Zeit gewandelt?

Über Bücher und Literatur habe ich schon immer gern gesprochen. Irgendwann fragten mich meine meine Freunde ständig nach guten Buchtipps. Dann dachte ich mir: Warum gibst Du Deine Gedanken über Bücher nicht gleich grundsätzlich in einem Blog weiter? Schreib doch einfach drüber. Als Sportredakteur mit ausgeprägter Leidenschaft für Literatur ging ich also unter die Buchblogger – und bin über das positive Feedback begeistert.

Was zeichnet Deinen Blog aus? Wieso sollte man Dir folgen?

Man merkt meinen Rezensionen die Liebe zum Buch an. Sie gehen weit über das reine Nacherzählen des Inhalts hinaus, haben eine Meinung, einen eigenen Stil und geben eine Einschätzung. Zudem versuche ich, ein möglichst breites Literaturspektrum abzudecken. Ich brenne für „das Buch“ und möchte andere inspirieren.

Was schätzt Du besonders am Format des Instagram-Kanals?

Eine sehr gute Plattform für einen Newcomer in der Buchblog-Szene mit der Möglichkeit der schnellen Vernetzung. Zudem bekommt man einen umfangreichen Überblick über die Szene. Auch bekommen wichtige gesellschaftliche Initiativen wie beispielsweise „Black Lives Matter“ schnell eine besondere Dynamik.

Was war dein bisher schönstes Erlebnis im Blogger*innen-Dasein?

Nach einer Rezension schrieb mich ein bekannter Krimi-Autor mit einer persönlichen Nachricht an und stellte mir eine Freundschafts-Anfrage bei Facebook. Er schrieb: „Normalerweise sollten Autoren Kritikern keine Freundschaftsanfragen stellen. Bei Ihnen mache ich aber mal eine Ausnahme.“

Wo in der Buchcommunity bist Du selbst am liebsten unterwegs auf der Suche nach Inspiration und Austausch? Und warum?

Instagram und Facebook bieten einen guten Überblick und auch eine gute Möglichkeit der Kommunikation. Einmal auf diesen Kanälen entdeckt, steuere ich gerne die eigenen Webseiten der Blogs an und lasse ich inspirieren.

Warum muss (vor allem in einem Jahr wie diesem) über Bücher gebloggt werden?

Aus zweierlei Gründen. Erstens ist die Kulturszene, zu der ja auch das Buch gehört, durch Corona besonders schwer gebeutelt. Veranstaltungen und Lesungen kommen, wenn überhaupt, erst ganz langsam wieder in Schwung. Die Buchblogger tragen mit ihren Texten, Fotos und Videos dazu bei, dass die Literatur relevant bleibt. Das war sie immer und muss sie immer bleiben.
Zweitens setzt sich gute Literatur immer auch kritisch mit den Entwicklungen unserer Gesellschaft(en) auseinander. Wie wichtig das und damit auch das Schreiben über Literatur ist, bekommen wir alle jeden Tag mit voller Wucht vor Augen geführt.

Haben sich die Veränderungen der letzten Monate auf Deinen Kanal ausgewirkt? Wenn ja, wie?

In der Themen- und Buchauswahl. Zum Beispiel hätte ich mir „Der unsichtbare Mann“ von Ralph Ellison wohl nie gekauft, wenn es nicht im Zuge der „Black Lives Matter“-Bewegung wieder eine neue, traurige Aktualität bekommen hätte. Ich möchte es demnächst rezensieren.

Was wünschst Du Dir für die Zukunft von Buchblogs und Buch-Kanälen?

Dass sie sich noch stärker mit ihrer Themenauswahl und Texten in gesellschaftliche Debatten einschalten. Stefan Krücken von Ankerherz darf hier als ein Vorbild gesehen werden.

Vielen Dank für das Interview! Wir drücken die Daumen!

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